OECD: Mögliche Risiken von Nanomaterialien erforschen

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fordert eine bessere Untersuchung der möglichen Risiken von Nanomaterialien.

OECD: Mögliche Risiken von Nanomaterialien erforschen
Andreas Landefeld OECD: Mögliche Risiken von Nanomaterialien erforschen

Die winzig kleinen Teilchen würden zunehmend in der Industrie eingesetzt und gelangten über den Müll in die Umwelt, heißt es in einem Bericht. «Nanomaterialien revolutionieren Alltagsprodukte und bringen Nutzen für die Gesellschaft, aber es gibt viele offene Fragen zu den Risiken, die einige von ihnen für unsere Gesundheit und die Umwelt darstellen können», erklärte OECD-Umweltdirektor Simon Upton.

Die Autoren betonen, dass es sehr unterschiedliche Nanomaterialien gebe und nicht alle möglicherweise gefährlich seien. Untersuchungen legten jedoch nahe, dass sie Gefahren bergen könnten, weil die kleinen Teile leichter in die Haut und in Zellen eindringen können. «Wir brauchen dringend ein besseres Verständnis dieser Risiken, damit wir einschätzen können, ob unsere Abfallentsorgungssysteme angepasst werden sollten», so Upton. Weil in vielen Erdteilen nicht die modernsten Abfallanlagen eingesetzt würden, sei es wahrscheinlich, dass bedeutende Mengen Nanomaterialien in die Umwelt gelangen.

Ein Beispiel für die Anwendung von Nanomaterialien sind Silberpartikel in Textilien gegen Schweißgeruch. Laut OECD hat sich die Zahl der Produkte mit Nanopartikeln zwischen 2006 und 2011 auf mehr als 1300 verfünffacht. Der OECD-Bericht stützt sich auf vier Fallstudien aus Kanada, Frankreich, Deutschland und der Schweiz.