Ökonomen erwarten stabiles Wachstum

Die Wirtschaftsleistung wird in Deutschland und auch weltweit nach der Prognose der führenden Forschungsinstitute weiter moderat wachsen. Die Experten rechnen für dieses Jahr mit 1,6 Prozent Wachstum, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor erwartet.

Ökonomen erwarten stabiles Wachstum
Martin Schutt Ökonomen erwarten stabiles Wachstum

Im kommenden Jahr soll es dann ein Plus von 1,5 Prozent sein. Auch für den Arbeitsmarkt zeigen sich die Institute zuversichtlich: So dürften in diesem Jahr rund 500 000 und im nächsten Jahr 390 000 Erwerbstätige hinzukommen. Die große Zahl an Flüchtlingen werde aber 2017 dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit leicht steigt - von 6,2 Prozent in diesem auf 6,4 Prozent im nächsten Jahr. In absoluten Zahlen wären das 2,74 Millionen Arbeitslose 2016 und 2,82 Millionen 2017.

Die von Banken und Versicherungen kritisierte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) halten die Institute für «grundsätzlich angemessen». Dies gelte, solange die Kapazitäten in der Produktion der EU «nicht wieder normal ausgelastet sind», sagte Timo Wollmershäuser vom Münchner Ifo-Institut. Derzeit gebe es auch keine Anzeichen für eine Überhitzung, abgesehen von einigen regionalen Immobilienmärkten in Deutschland.

International mehren sich dem Gutachten zufolge die Anzeichen, dass sich die Konjunktur «im ersten Halbjahr 2016 nicht mehr abschwächt». Allerdings dürften die Produktionszuwächse insgesamt mäßig bleiben. Für 2016 erwarten die Ökonomen ein weltweites Wachstum von 2,4 Prozent im Jahr 2016 und 2,8 Prozent im Jahr 2017.

Beteiligt an dem Frühjahrsgutachten sind unter anderem das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung das Institut für Wirtschaftsforschung Halle und das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung Essen.