Ölpreis-Rutsch und Euroanstieg drücken Dax ins Minus

Der Dax hat am Mittwoch nach einem überwiegend freundlichen Verlauf mit Verlusten geschlossen. Der deutsche Leitindex fiel erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten.

So belastete der zeitgleich deutliche Anstieg des Eurokurses zum US-Dollar, nachdem die Ölpreise wieder ins Rutschen gekommen waren. Mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 9960,96 Punkten ging das wichtigste deutsche Börsenbarometer aus dem Handel, nachdem es sich am Vortag wieder leicht von seiner steilen Talfahrt seit Jahresbeginn erholt hatte.

Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, sank um 0,20 Prozent auf 19 587,69 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,28 Prozent auf 1719,26 Zähler zulegte. Der Euro stieg zeitweise bis auf 1,0882 US-Dollar und wurde zuletzt bei 1,0847 Dollar gehandelt.

Als Hauptbelastungsfaktor nannten Händler den Eurokurs, der im Zuge wieder abrutschender Ölpreise kräftig Auftrieb erhalten hatte. Die Ölpreise werden derzeit mit starkem Interesse verfolgt, da ihre Talfahrt kein Ende zu nehmen scheint. Einige Marktteilnehmer sehen darin ein Signal für eine schwächelnde Weltkonjunktur. Davon hat der Euro zuletzt meistens profitiert, denn Anleger sehen die Gemeinschaftswährung neben dem japanischen Yen zunehmend als «sicheren Anlagehafen» an. Für exportorientierte deutsche Unternehmen hingegen wirkt ein stärkerer Euro negativ, da er ihre Produkte außerhalb der Eurozone teurer macht.