Ölpreise drücken Dax wieder runter

Der Dax ist am Donnerstag im Zuge der erneut gesunkenen Ölpreise wieder deutlich unter die Marke von 10 000 Punkten gerutscht.

Ölpreise drücken Dax wieder runter
Fredrik Von Erichsen Ölpreise drücken Dax wieder runter

In der ersten Handelsstunde verlor der deutsche Leitindex 1,08 Prozent auf 9914,53 Punkte. Am Vortag hatte das Barometer erstmals seit Anfang Januar wieder über 10 000 Punkten geschlossen.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Donnerstag um 0,99 Prozent auf 20 056,11 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,64 Prozent auf 1605,80 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 1,19 Prozent auf 3006,26 Punkte nach.

In der verkürzten Börsenwoche vor Ostern mit eher dünnen Handelsumsätzen zählten - von den Terroranschlägen in Brüssel abgesehen - vor allem die Ölpreise zu den marktbewegenden Faktoren, kommentierte Marktanalyst Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda. Die gesunkenen Ölpreise hatten auch am Vortag bereits die Börsen in New York belastet.

Laut den Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar will sich auch vor dem langen Osterwochenende keiner mehr zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Bereitschaft vieler professioneller Investoren, Risiken noch abzubauen, sei groß.

Am Nachmittag dürften die Anleger angesichts steigender US-Zinserwartungen die anstehenden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten besonders im Auge behalten.

Die Anteile von Drillisch sackten um 2,59 Prozent ab. Börsianer stellten den Wechsel an der Unternehmensspitze in den Fokus und weniger die jüngsten Geschäftszahlen des Mobilfunkanbieters. Analysten wie Vikram Karnany von der UBS oder Karsten Oblinger von der DZ Bank zeigten sich vom Wechsel an der Unternehmensspitze überrascht.

Die Insolvenz von Steilmann treibt Anlegern des Bekleidungsunternehmens tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. Steilmann, zu dem unter anderem die Adler Modemärkte gehören, war erst im November 2015 an die Börse gegangen - mit geringem Erfolg. Die Papiere brachen um fast 90 Prozent ein. Die Adler Modemärkte erwarten hingegen durch die Insolvenz ihres Großaktionärs Steilmann keine nennenswerten Auswirkungen auf ihr operatives Geschäft sowie auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wie das Unternehmen mitteilte. Den Aktien von Adler Mode half das aber nichts - sie verloren gut 8 Prozent.