Österreicher streiten über Chancen der Kandidaten

In Österreich ist die Debatte um die Aussichten der beiden Präsidentschaftsanwärter in der neuen Stichwahl voll entbrannt. Ein neuer Urnengang wird für Ende September erwartet.

Österreicher streiten über Chancen der Kandidaten
Florian Wieser Österreicher streiten über Chancen der Kandidaten

Meinungsforscher und Polit-Experten zeigten sich uneinig, ob nun der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen oder der Kandidat der rechten FPÖ, Norbert Hofer, die besseren Karten habe. Repräsentative Umfragen lagen noch nicht vor.

Am Freitag erklärte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in Wien die Stichwahl zum höchsten Amt im Land nach einer Anfechtung der FPÖ für ungültig. Das Rennen um die Präsidentschaft ist somit wieder offen. Der ehemalige Grünen-Chef Van der Bellen siegte im Wahlgang im Mai mit knappem Vorsprung vor Hofer.

Nicht überrascht über das Urteil des Gerichts zeigte sich der ehemalige Präsident des VfGH: «Die Vorgänge, die jetzt zur Aufhebung geführt haben, die hat es sicher schon lange Zeit gegeben», sagte Ludwig Adamovich zur Tageszeitung «Der Standard».

Grund der Annullierung waren viele formale Fehler bei der Auszählung der Briefwahlkarten und die vorzeitige Weitergabe von Teilergebnissen an Medien und Forschungsinstitute. Tatsächliche Manipulationen hatte das Gericht ausdrücklich nicht festgestellt.