Özils Rettungsmission: Arsenal will CL-Aus abwenden

Weltmeister Mesut Özil soll den FC Arsenal in der griechischen Fußball-Hölle von Piräus vor dem schnellen Aus in der Champions League bewahren.

Özils Rettungsmission: Arsenal will CL-Aus abwenden
Gerry Penny Özils Rettungsmission: Arsenal will CL-Aus abwenden

Die Hoffnungen des Tabellenzweiten der englischen Premier League ruhen vor dem kniffligen Gruppen-Finale am Mittwoch vor allem auf dem filigranen Mittelfeldspieler, der zuletzt mit seiner starken Form die Fans auf der Insel begeisterte. «Ich spiele im Moment meine beste Saison überhaupt», sagte der deutsche Nationalspieler.

In der heimischen Liga brilliert der Spielmacher mit bislang schon zwölf Tor-Vorlagen. In der Champions League traf er bislang zweimal. «Ich spiele derzeit richtig gut und glaube an mich», erklärte Özil. Dieses Selbstbewusstsein brauchen die Gunners dringend, denn es droht der Abstieg in die Europa League.

Die Ausgangslage vor der Partie beim Gruppenzweiten ist für die Mannschaft von Trainer Arsène Wenger (sechs Punkte/9:10 Tore) alles andere als optimal. Olympiakos (9/6:10) könnte sich sogar eine 0:1- oder 1:2-Niederlage leisten. Arsenal muss nach dem peinlichen 2:3 aus dem Hinspiel bei einem Sieg mit einem Tor Unterschied mindestens drei Treffer erzielen. Auch jeder Sieg mit zwei Toren Differenz würde reichen.

«Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns», sagte Coach Wenger. Stürmer Joel Campbell ergänzte: «Es ist die wichtigste Partie in dieser Saison. Eine Art Pokalfinale.» Der Costa Ricaner, der in der vergangenen Saison auf Leihbasis in Piräus spielte, traf am vergangenen Wochenende beim 3:1 gegen Sunderland und profitiert derzeit vom Verletzungspech der Nord-Londoner. Sieben Profis, darunter Stars wie Alexis Sanchez oder Santi Cazorla, fallen aus.

Sorge bereitet auch die Heimstärke von Olympiakos. Sieben der letzten acht Champions-League-Heimspiele gewann der griechische Titelträger im Karaiskakis-Stadion. Nur der FC Bayern konnte dort im September 2015 gewinnen (3:0). Die restlichen sieben Gegner, darunter Juventus Turin oder Atlético Madrid, wurden im Hexenkessel von Piräus besiegt. Auch Arsenal kassierte bei seinen drei Königsklassen-Auftritten in Piräus drei Pleiten.

Eine deutlich bessere Ausgangslage besitzt der FC Chelsea (zehn Punkte) mit Trainer José Mourinho. Der Portugiese trifft am Mittwoch (20.45 Uhr) mit dem FC Porto (10) auf seinen früheren Club und würde mit einem Sieg Gruppenerster werden. Bei einem Unentschieden in London und einem Erfolg von Dynamo Kiew (8) gegen das punktlose Maccabi Tel Aviv wäre Chelsea hinter den Ukrainern Zweiter.

Im Falle eines Weiterkommens könnte vor allem Mourinho durchatmen. Denn sollte sich der Krisenclub (Platz 14 in der Liga) aus der Königsklasse verabschieden, könnte auch Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch endgültig die Geduld mit dem 52-Jährigen verlieren.

Immerhin gab es Rückendeckung von Trainer-Legende Sir Alex Ferguson. «Abramowitsch hat so viele Trainer entlassen. Ich bin mir sicher, er hat daraus gelernt. Er sollte Mourinho vertrauen und daran glauben, dass er die Wende schafft», sagte der langjährige Trainer von Manchester United.