Mehrere Verletzte und hohe Schäden bei Unwettern

Schwere Unwetter mit viel Regen und Blitzen haben in der Nacht zum Donnerstag in Teilen Deutschlands zahlreiche Schäden angerichtet, mehrere Menschen wurden verletzt.

Am Vortag waren bereits ein deutscher Urlauber sowie ein Einheimischer in Südtirol bei Blitzeinschlägen getötet worden.

In Sachsen kam ein 22-jähriger Lkw-Fahrer am Mittwochabend auf der A14 bei Leipzig wegen Starkregens von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Er und sein 44-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt. Im sächsischen Weißenborn fiel ein Baum auf ein Fahrzeug. Der Fahrer wurde dabei verletzt. Das Unwetter sorgte auch in Leipzig, Mittelsachsen und im Erzgebirge für zahlreiche Einsätze. Neben zahlreichen umgestürzten Bäumen gab es vollgelaufene Keller und überflutete Straßen.

In Kißlegg (Baden-Württemberg) verursachten Blitzeinschläge Schäden an Häusern. Im Landkreis Freudenstadt kenterten Schüler mit ihren Booten durch den plötzlich einsetzenden Regen. Vier Schüler kamen wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus.

Zwei Blitze schlugen am Mittwochabend in Kißlegg in Häuser ein. Dabei ging ein Landwirtschaftsbetrieb in Flammen auf und brannte nieder. Das Feuer richtete laut Polizei einen Schaden von rund 300 000 Euro an.

Nahe Mittenwald (Bayern) verletzte ein Blitz am Mittwoch 16 Soldaten teils schwer. Die Soldaten absolvierten im Rahmen ihrer Grundausbildung ein Biwak - ein provisorisches Nachtlager im Freien -, als ein Unwetter über die Region zog und der Blitz einschlug.

In Südtirol im Norden Italiens erschlug ein Blitz am Mittwoch einen deutschen Urlauber beim Wandern. Der 34-Jährige aus Düsseldorf sei mit seiner Frau an der Rotwandspitze in den Dolomiten unterwegs gewesen, sagte ein Mitarbeiter der Bergrettung Aiut Alpin Dolomites. Ein Einheimischer starb nach einem Bericht des Onlineportals «Stol.it» am gleichen Tag ebenfalls durch einen Blitzschlag.