Olympia-Referendum - Beteiligung bei 44,3 Prozent

Bei dem Referendum über eine Hamburger Olympia-Bewerbung zeichnet sich eine rege Beteiligung ab. Bis 11.00 Uhr hatten nach Angaben des Landeswahlamtes insgesamt 578 443 Menschen abgestimmt - die meisten per Briefwahl. 8959 suchten die Wahllokale auf.

Olympia-Referendum - Beteiligung bei 44,3 Prozent
Bodo Marks Olympia-Referendum - Beteiligung bei 44,3 Prozent

Insgesamt betrage die Beteiligung an der Abstimmung zu diesem Zeitpunkt 44,3 Prozent, sagte Oliver Rudolf vom Landeswahlamt. Zum Vergleich: Bei dem Volksentscheid zur Schulreform in Hamburg 2010 hatte es mit 492 094 Abstimmungsteilnehmern insgesamt eine Beteiligung von 39,3, Prozent gegeben.

Hamburg und Kiel entscheiden über die Olympia-Bewerbung Deutschlands für 2024. Seit 08.00 Uhr sind am Sonntag in der Hansestadt sowie in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt die Abstimmungslokale geöffnet. Die Auszählung der Stimmen beginnt nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr. Ein vorläufiges Endergebnis wird spätestens für 22.00 Uhr erwartet.

Sowohl beim Referendum in Hamburg als auch beim Bürgerentscheid in Kiel, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, sehen Umfragen eine Mehrheit für die Olympia-Bewerbung. In der Hansestadt sind rund 1,3 Millionen Bürger abstimmungsberechtigt. Allein 569 484 Hamburger beteiligten sich im Vorfeld per Briefwahl. Das entspreche 43,6 Prozent der Wahlberechtigten, hatte Rudolf am Sonntagmorgen bereits gesagt.

Um das Olympia-Referendum im Sinne der Befürworter zu entscheiden, müssen sie zum einen eine Mehrheit der abgegebenen Voten haben und zum anderen mindestens 20 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten auf sich vereinen. In Kiel, wo fast 200 000 Menschen mitmachen können, müssen mindestens acht Prozent der Wahlberechtigten Ja sagen, um die Segel-Bewerbung möglich zu machen.