Olympische Spiele beginnen mit weiteren Doping-Diskussionen

Das Warten hat ein Ende: Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro beginnen in der Nacht zu Samstag mit einer farbenfrohen Eröffnungsfeier im Maracanã-Stadion. Auch die ersten Wettkämpfe abseits des Fußballs stehen unterm Zuckerhut an.

Olympische Spiele beginnen mit weiteren Doping-Diskussionen
Str Olympische Spiele beginnen mit weiteren Doping-Diskussionen

Ein beherrschendes Thema dürfte in Rio aber auch weiter das Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS sein, der den Ausschluss von früher gedopten russischen Athleten abgelehnt hatte.

ERÖFFNUNG: Alle Blicke richten sich aufs Maracanã-Stadion. Dort werden die XXXI. Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro am Freitag offiziell eröffnet. Die Organisatoren versprechen zum Auftakt der ersten Sommerspiele in Südamerika eine bunte Show, die eine Hommage an Brasiliens Vielfalt und Lebensfreude werden soll. Aber auch eine klare politische Botschaft gegen den Klimawandel wird erwartet. Die deutsche Mannschaft wird von Tischtennis-Ass Timo Boll als Fahnenträger angeführt. Zuletzt wurde zudem spekuliert, ob Fußballlegende Pelé das olympische Feuer entzünden darf.

AUFTAKT: Bislang sind aus der deutschen Mannschaft nur die beiden Fußball-Teams ins olympische Turnier gestartet. Am Freitag finden in Rio de Janeiro die ersten Wettkämpfe abseits des Fußballs statt. Im Bogenschießen müssen sich in der Qualifikation erstmals auch die beiden deutschen Starter Florian Floto und Hallen-Weltmeisterin Lisa Unruh beweisen, denen durchaus eine Überraschungsmedaille zugetraut wird.

DISKUSSIONEN: Insgesamt 271 russische Athleten dürfen trotz des Dopingskandals bei den Olympischen Spielen starten. Doch die Diskussionen um das heikle Thema gehen weiter - die Zahl der zugelassenen Sportlern aus Russland könnte noch steigen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte am Donnerstag in drei Fällen den Ausschluss von früher gedopten russischen Athleten ab.

Den Antrag auf Starterlaubnis der russischen Schwimm-Weltmeisterin Julia Jefimowa und den beiden Ruderern Anastassija Karabelschtschikowa und Iwan Podschiwalow wies der CAS allerdings auch zurück. Wer über die Teilnahme nun letztlich bestimmt, blieb nach der Mitteilung zunächst offen. Im Falle der Ruderer empfahl der CAS, dass der Weltverband FISA entscheiden solle. Nach dem CAS-Urteil wird erwartet, dass auch weitere betroffene Sportler kurz vor Beginn der Sommerspiele noch klagen könnten.