One Direction räumen bei American Music Awards ab

Zum zweiten Jahr in Folge hat die englisch-irische Boyband One Direction bei den American Music Awards abgeräumt.

One Direction räumen bei American Music Awards ab
Paul Buck One Direction räumen bei American Music Awards ab

Die fünf Musiker («What Makes You Beautiful») bekamen am Sonntagabend (Ortszeit) nicht nur wie im vergangenen Jahr die beiden Preise als beste Popband und für die beste Pop-Platte («Midnight Memories»). In diesem Jahr nahmen sie auch noch den Preis in der Königskategorie «Künstler des Jahres» mit.

Die Männer lösten damit eine Frau auf dem Musik-Olymp ab: Vor einem Jahr hatte Taylor Swift den wichtigsten und noch drei weitere American Music Awards gewonnen. Diesmal bekam sie den nach AMA-Gründer Dick Clark benannten Sonderpreis, der aber außer Konkurrenz läuft. Clark war vor zwei Jahren gestorben, der Preis wurde zum ersten Mal vergeben.

Swifts Kunststück vom vergangenen Jahr hätte Iggy Azalea wiederholen können, die mit sechs Nennungen die Liste der Nominierungen anführte. Doch es wurden letztlich nur zwei Preise für die 24 Jahre alte Australierin, als bester Hip-Hop-Künstler und für das beste Hip-Hop-Album («The New Classic»). Glücklich gab sie sich trotzdem: «Dieser Preis ist der erste, den ich in meinem ganzen Leben gewonnen habe. Das bedeutet so viel für mich, gerade der Preis als bester Hip-Hop-Künstler, denn diese Musik hatte mich inspiriert, nach Amerika zu gehen und meinen Träumen zu folgen.»

Noch ein Preis ging nach Australien und zwar für die besten Nachwuchskünstler. Den bekamen 5 Seconds of Summer («She Looks So Perfect»). Sie sind alte Bekannte der Gewinner des Abends: 5 Seconds of Summer waren im vergangenen Jahr die Vorband von One Direction.

Bester Künstler wurde Sam Smith und beste Künstlerin Katy Perry, die noch zwei weitere American Music Awards gewann, darunter den für die «Single des Jahres» für «Dark Horse». Beyoncé gewann zwei Preise, für das beste Soulalbum («Beyoncé») und als beste Soulsängerin. Den Preis bekam bei den Männern John Legend. Pharrell Williams, dank seines Sommerhits «Happy» viermal nominiert, ging gänzlich leer aus.

Die American Music Awards gibt es seit 1973 und sie sind eine Gegenveranstaltung des Senders ABC zu den Grammys. Während eine Jury aus Experten entscheidet, wer die kleinen Grammophone bekommt, sind es bei den «AMAs» Umfragen und Verkaufszahlen. Entsprechend wurde auch die Filmmusik von «Die Eiskönigin - Völlig unverfroren» Soundtrack des Jahres. Der Film mit dem Originaltitel «Frozen» war ein enormer Erfolg im vergangenen Jahr und derzeit sieht man in den USA an jeder Ecke Spielzeug, Kleidung oder Alltagsgegenstände wie Küchenrollenhalter, die auf dem Trickfilm basieren.