Opec berät - Ölpreise fallen weiter

Die Ölminister der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) sind sich offenbar über die Kürzung ihrer Förderziele uneins.

Zum Auftakt der halbjährlichen Sitzung in Wien sagte der kuwaitische Ölminister Ali Saleh Al-Omair, das derzeitige Überangebot am Markt stamme nicht nur von Opec-Ländern. Der venezuelanische Außenminister Rafael Ramirez signalisierte hingegen Zustimmung zu einer Produktionskürzung, um die Preise zu stabilisieren.

Seit Juni sind die Ölpreise massiv eingebrochen. Die Preise der Nordseesorte Brent und für US-Rohöl rutschten am Donnerstag jeweils auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren.

Grund dafür ist unter anderem der Schieferölboom durch die Frackingtechnologie in den USA. Die 12 Opec-Mitgliedsstaaten, darunter Saudi-Arabien, Iran und Algerien, liefern derzeit mehr als 30 Millionen Barrel Rohöl täglich. Das ist rund ein Drittel der weltweiten Ölproduktion.