Opferanwalt: Zschäpe legte «Lügenkonstrukt» vor

Terroristin Beate Zschäpe im NSU-Prozess für unglaubwürdig. Zschäpe habe in der Erklärung, die ihr Anwalt Mathias Grasel präsentierte, ein «Lügenkonstrukt» vorgelegt.

Opferanwalt: Zschäpe legte «Lügenkonstrukt» vor
dpa Opferanwalt: Zschäpe legte «Lügenkonstrukt» vor

«Ich habe ihr heute kein Wort geglaubt», sagte Daimagüler. «Sie kann diese Art von Entschuldigung behalten.»

Zschäpe hatte sich bei den Opfern der Terrorgruppe NSU entschuldigt, die Schuld für die Verbrechen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» aber ihren gestorbenen Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zugewiesen. Dem NSU werden zehn Morde angelastet.

Der Nebenklage-Anwalt Stephan Lucas sagte: «Heute hat man sehr gut verstehen können, warum es manchmal klug ist, einfach den Mund zu halten.» Er ergänze: «Wenn das alles ist, was Frau Zschäpe uns zu sagen hatte, dann hätte sie besser gar nichts gesagt.»

Bundesanwalt Herbert Diemer sagte: «Wir werden diese Einlassung natürlich genauestens prüfen.» Sie sei «ein Beweismittel unter vielen». Eine Bewertung wolle er noch nicht vornehmen. «Alles andere wäre unprofessionell.»