Oslos Bewerbung um Olympia 2022 vom Tisch

Die norwegische Hauptstadt Oslo wird sich nicht weiter um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 bewerben. Die parlamentarische Gruppe der konservativen Partei Høyre empfahl der Regierung, die Bewerbung nicht weiter zu verfolgen.

Oslos Bewerbung um Olympia 2022 vom Tisch
Vegard Grott Oslos Bewerbung um Olympia 2022 vom Tisch

Daraufhin zog die Osloer Kommune ihren Antrag auf eine Staatsgarantie zurück. Zu einer Abstimmung im Parlament wird es deshalb nicht mehr kommen. Seit September letzten Jahres war die Zustimmung zu dem sportlichen Großereignis in der norwegischen Bevölkerung immer mehr gesunken. Regierungschefin Erna Solberg sagte im norwegischen Fernsehen: «Die Unterstützung im Volk war einfach zu gering.»

Damit stehen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nur noch die chinesische Hauptstadt Peking und Almaty in Kasachstan als Kandidaten für die Winterspiele in acht Jahren zur Verfügung. Bereits zuvor hatten Stockholm, Krakau und das ukrainische Lwiw ihre Bewerbungen um die Winterspiele 2022 zurückgezogen. Eine mögliche Kandidatur Münchens scheiterte im November 2013, als bei vier Bürgerentscheiden die nötige Mehrheit nicht erreicht wurde.

Mit Enttäuschung reagierte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf den Rückzug der norwegischen Hauptstadt. «Wir bedauern, dass Oslo aus dem Bewerberkreis für die Olympischen Winterspiele 2022 ausscheidet. Die Stadt mit ihrer großen Wintersporttradition hatte ein - wie wir finden - überzeugendes und nachhaltiges Konzept», sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.