Illegale Rennen: ADAC für bessere Betreuung junger Fahrer

Nach mehreren tödlichen Unfällen bei illegalen Autorennen fordert der ADAC eine bessere Betreuung junger Fahrer.

Illegale Rennen: ADAC für bessere Betreuung junger Fahrer
Ulf Buschmann Illegale Rennen: ADAC für bessere Betreuung junger Fahrer

Der Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, schlug in der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch) verkehrspsychologische Seminare oder professionell durchgeführte Begleitfahrten vor, um «die für diese Altersgruppe typische Risikoneigung zu reduzieren».

Am Wochenende war es in Bremen zu einem tödlichen Unfall gekommen, als sich zwei Fahrer ein Rennen und ein waghalsiges Überholmanöver lieferten. Eine unbeteiligte Frau, die mit ihrem Auto ausweichen musste und gegen ein Baum prallte, kam ums Leben. Außerdem starben in Köln allein in diesem Jahr vermutlich drei unbeteiligte Menschen wegen illegaler Autorennen.

Forderungen etwa nach PS-Beschränkungen lehnt der Automobilclub ADAC ab - anders als zum Beispiel die Deutsche Polizeigewerkschaft. Becker sagte: «Es steht außer Frage: Wer derart verantwortungslos mit einem Pkw oder einem Motorrad umgeht und andere in Gefahr bringt, muss bestraft werden. Neue Gesetze brauchen wir aber nicht, die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten reichen aus.»