Ostermarschierer gegen Auslandseinsätze und Waffenexporte

In mehreren deutschen Regionen haben am Karfreitag die diesjährigen Ostermärsche der Friedensbewegung begonnen.

Ostermarschierer gegen Auslandseinsätze und Waffenexporte
Fredrik von Erichsen Ostermarschierer gegen Auslandseinsätze und Waffenexporte

Bis Montag wollen Friedensaktivisten nach Angaben der Veranstalter auf die aus ihrer Sicht bestehende Mitverantwortung deutscher Politik für die aktuellen weltweiten Fluchtbewegungen aufmerksam machen.

Das gelte für Auslandseinsätze der Bundeswehr im Nahen Osten oder Afrika ebenso wie für Waffenlieferungen in Konfliktregionen.

In Chemnitz demonstrierten etwa 250 Menschen für Frieden und ein Ende der Gewalt. Sie forderten ein Ende der Waffenexporte, einen anderen Umgang mit Migranten in Deutschland und ein Umdenken in der Außenpolitik. Sie müsse sich auf Frieden orientieren, «statt jeden Konflikt mit militärischen Mitteln zu lösen», sagte Hubert Gintschel, Sprecher der Chemnitzer Friedensinitiative.

Knapp 200 Menschen zogen nach Veranstalterangaben um die Urananreicherungsanlage in Gronau (Nordrhein-Westfalen) herum und forderten deren Schließung. Im hessischen Bruchkörbel versammelten sich trotz strömenden Regens um die 100 Ostermarschierer. In Stuttgart gedachten rund 50 Menschen der Opfer von Drohnen und Krieg.

Bundesweit sind bis zum Ostermontag rund 60 Veranstaltungen geplant. Die Veranstalter erwarten rund 10 000 Teilnehmer - ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren.