DFB-Frauen selbstbewusst: WM-Achtelfinale gegen Schweden

Titel-Aspirant Deutschland startet am Samstag (22.00 Uhr) in Ottawa mit dem schweren Achtelfinale gegen Schweden in die K.o.-Phase der Frauenfußball-WM in Kanada.

DFB-Frauen selbstbewusst: WM-Achtelfinale gegen Schweden
Carmen Jaspersen DFB-Frauen selbstbewusst: WM-Achtelfinale gegen Schweden

Während die DFB-Frauen ihre Vorrunde souverän gestalteten, qualifizierten sich die Skandinavierinnen mit Glück und auf den letzten Drücker als Gruppen-Dritte.

Bundestrainerin Silvia Neid rechnet mit einen «Duell auf Augenhöhe», sieht ihre Mannschaft aber bestens gerüstet. «Wir haben gut trainiert, mussten uns noch mal in den Wettkampfmodus schießen. Es kann jetzt losgehen», sagte Neid.

DFB-Spielführerin Nadine Angerer nähert sich in der K.o.-Phase unweigerlich dem Zeitpunkt ihres angekündigten Karriere-Endes. Es kann nun in jedem Spiel plötzlich Schluss sein. Noch aber verdrängt die Nationaltorhüterin negative Gedanken an ein vorzeitiges WM-Aus und ihren persönlichen Schlussakt. «Daran denke ich nicht. Eigentlich nur, wenn ich darauf angesprochen werde», sagte die 36 Jahre alte Torhüterin, die alles daran setzt, erst am 5. Juli in Vancouver mit dem Titel abzutreten. «Das ist doch klar: Ich würde meine Karriere gerne mit der Goldmedaille abschließen», meinte Angerer.

«Wir sind alle heiß auf das Spiel», versicherte Saskia Bartusiak, die wieder mit Annike Krahn das Duo in der Innenverteidigung bilden wird. Beim 4:0 zum Vorrunden-Abschluss gegen Thailand war die Auswahl unzufrieden mit der eigenen Leistung, setzte sich zusammen und sprach laut Angerer Dinge an, «die nicht so gut gelaufen sind». Auch Angerer rechnet mit heftiger Gegenwehr der Schwedinnen, die man bestens kennt. «Sie haben bestimmt noch eine Rechnung mit uns offen und spielen mit Wut im Bauch», meint Angerer in Anspielung auf das EM-Halbfinale 2013 in Göteborg.

Klar ist, dass Neid wieder zu ihrer Stammelf zurückkehrt. Außen werden wie zum WM-Auftakt Leonie Maier und Tabea Kemme verteidigen. Lena Goeßling und die gegen Thailand starke Melanie Leupolz sind im defensiven Mittelfeld gesetzt. Sollte Edeltechnikerin Dzsenifer Marozsan, die vor zwei Jahren im EM-Halbfinale den 1:0-Siegtreffer erzielte, in der Startelf stehen, müsste entweder die robuste und kopfballstarke Alexandra Popp oder Topstürmerin Celia Sasic weichen. Das verriet Neid natürlich nicht. «Wichtig ist die Einstellung, dass wir konzentriert sind und schnell in die Partie kommen. Wir wollen unsere Spielweise durchsetzen.»