Oxfam: Reiche Staaten nehmen zu wenig Flüchtlinge auf

Die sechs größten Volkswirtschaften der Welt haben weniger als zehn Prozent aller weltweiten Flüchtlinge aufgenommen. Das geht aus einer Analyse der internationalen Hilfsorganisation Oxfam hervor.

Oxfam: Reiche Staaten nehmen zu wenig Flüchtlinge auf
Youssef Badawi Oxfam: Reiche Staaten nehmen zu wenig Flüchtlinge auf

Deutschland beherbergt demnach die größte Zahl an Flüchtlingen in der Gruppe der sechs wirtschaftsstärksten Nationen. In den USA, China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich haben zusammen gerade einmal insgesamt rund 2,1 Millionen der 21,3 Millionen Flüchtlinge weltweit Aufnahme gefunden.

Der Löwenanteil der Flüchtlinge befindet sich aber in wirtschaftlich weitaus schwächeren Ländern wie Jordanien, der Türkei und Südafrika.

Oxfam bezieht sich bei seiner Analyse auf Daten der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2015. Sie umfassen die von den UN-Flüchtlingshilfswerken UNHCR und UNRWA registrierten anerkannten Flüchtlinge und Asylbewerber. Oxfam rief die großen Volkswirtschaften dazu auf, mehr Flüchtlingen Zuflucht zu gewähren und wirtschaftlich schwächere Länder bei der Versorgung der Menschen mehr zu unterstützen. Insgesamt sind mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, bei etwa zwei Dritteln davon handelt es sich um Binnenflüchtlinge.