Paderborn nach 3:1 gegen Frankfurt auf Platz sieben

Der SC Paderborn sorgt in der Bundesliga weiter für Furore und begeistert seine Fans. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen feierte mit dem 3:1 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt bereits den dritten Saisonsieg und kletterte auf den siebten Tabellenplatz.

Paderborn nach 3:1 gegen Frankfurt auf Platz sieben
Oliver Krato Paderborn nach 3:1 gegen Frankfurt auf Platz sieben

Die Joker Marvin Ducksch (66.) und Stefan Kutschke (85.) sowie Kapitän Uwe Hünemeier (79.) erzielten die Treffer für die Gastgeber. Die 15 000 euphorischen Fans in der ausverkauften Benteler-Arena schwenkten ihre blau-schwarzen Schals und Fahnen, die Stadionregie spielte die Klassiker «Oh, wie ist das schön» und «So ein Tag, so schön wie heute» ein.

«Das ist natürlich ein richtig geiles Gefühl», sagte Kutschke und ergänzte: «Ich danke dem Trainer, dass er mich reingebracht hat. Wir spielen richtig mit Leidenschaft. Jeder Punkt hilft, das sind Punkte für den Klassenerhalt.» Alex Meier (57.) hatte die insgesamt enttäuschende Eintracht in Führung geschossen.

Durch die Niederlage verpassten die Hessen den Sprung auf Platz drei hinter Bayern München und Borussia Mönchengladbach. «Uns bleibt gar nichts anderes übrig als das anzuerkennen. Paderborn hat mit viel Physis gepowert», sagte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Das Duell zweier personell gebeutelter Teams wurde erst in der zweiten Halbzeit ansehnlich und unterhaltsam. Beide Mannschaften starteten äußerst verhalten ohne echte Torraumszenen in die Partie. Die Gäste aus Frankfurt fanden kaum ein Mittel gegen den gut organisierten Aufsteiger. Im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Köln musste Eintracht-Trainer Thomas Schaaf einmal umbauen: Für Abwehrchef Carlos Zambrano, der sich beim Länderspieleinsatz für Chile vor einer Woche einen Außenbandriss im Knie zugezogen hat, rückte Marco Russ aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung, Lucas Piazon kam neu ins Team.

Die Frankfurter taten sich anfangs sehr schwer. Nach einer halben Stunde rief der Frankfurter Coach seinen Kapitän Meier zu sich an die Seitenlinie und erteilte dem Angreifer neue Anweisungen.

Doch für Meier & Co. gab es in der ersten Halbzeit kein Durchkommen in der Offensive. Takashi Inui probierte es aus 18 Metern, doch der Schuss des Japaners ging weit über das Tor. Inui bemühte sich zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Makoto Hasebe um Struktur und Ordnung im Spiel der Hessen. Tatsächlich kontrollierten die Gäste die Partie weitgehend - nachdem Paderborn die bis dato größte Chance vergab. In der elften Minute setzte sich der engagierte Süleyman Koc auf der rechten Seite durch, flankte auf Elias Kachunga, doch die einzige Paderborner Sturmspitze traf den Ball nicht richtig.

Für den zweitgrößten Aufreger der ersten Hälfte sorgte Inui eine Minute vor der Pause. Nach seiner Ballannahme im Strafraum reklamierten einige Fans ein Handspiel, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ zum Glück für die Frankfurter weiterlaufen.

Nach dem Wechsel erhöhten die Hessen Tempo und Offensivbemühungen. Nach feinem Zuspiel von Inui ließ Meier mit seiner Direktabnahme von der Strafraumgrenze Paderborn-Schlussmann Lukas Kruse keine Chance. Vom Innenpfosten sprang der Ball zur Frankfurter Führung ins Netz.

Paderborns Trainer André Breitenreiter reagierte auf Meiers fünftes Saisontor mit einem Doppelwechsel und brachte Ducksch und Kutschke. Nur zwei Minuten nach der Einwechslung bediente Kutschke seinen Mitspieler Ducksch und der 20 Jahre alte Angreifer traf per Bogenlampe zum 1:1. Die Gastgeber drehten danach auf und boten ihren begeisterten Fans endlich ein spätes Offensiv-Spektakel. Hünemeier und Kutschke trafen zum verdienten 3:1-Endstand.

Ballbesitz in %: 48,3 - 51,7

Torschüsse: 14 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 58,7 - 41,3

Fouls: 10 - 13

Ecken: 3 - 4

Quelle: optasports.com