Paderborn verpasst Befreiungsschlag gegen Hoffenheim

Der SC Paderborn hat im Kampf um den Klassenverbleib den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Nach zuvor nur einem Sieg aus den vergangenen 15 Spielen musste sich der Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit einem 0:0 begnügen.

Paderborn verpasst Befreiungsschlag gegen Hoffenheim
Oliver Krato Paderborn verpasst Befreiungsschlag gegen Hoffenheim

Damit rangiert das Team von Trainer André Breitenreiter erstmals auf einem direkten Abstiegsplatz. 14 401 Zuschauer in der Bentelar-Arena bekamen eine über weite Strecken schwache Partie mit nur wenig Torraumszenen zu sehen. So blieben auch bei den Gästen, die nach der Gelb-Roten Karte für Ermin Bicakcic (65. Minute) in Unterzahl spielen mussten, blieben viele Wünsche offen.

Auf die Talfahrt der vergangenen Wochen hatte der Paderborner Trainer André Breitenreiter mit einer umfassenden Rotation reagiert. Im Vergleich zur enttäuschenden Vorstellung in Frankfurt (0:4) standen gleich sechs neue Profis in der Startelf. Dagegen setzte sein Gegenüber Markus Gisdol bis auf eine Ausnahme auf die Mannschaft, die den HSV mit 3:0 besiegt hatte. Für den gesperrten Pirmin Schwegler lief Tarik Elyounoussi auf.

Die Maßnahme von Breitenreiter verhalf seiner Mannschaft immerhin zu mehr Kampfkraft und Stabilität, nicht aber zu mehr Durchschlagskraft in der zuletzt harmlosen Offensive. Nur bei einem Schuss und einem Kopfball von Srjdan Lakic (27./32.) war Torgefahr erkennbar.

Weil es auch den Gästen im Spiel nach vorn an Ideen mangelte, hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in Grenzen. So musste SC-Schlussmann Lukas Kruse nur bei einem harmlosen Distanzschuss von Hoffenheims Regisseur Roberto Firmino (26.) eingreifen. Für eine Mannschaft mit Europacup-Ambitionen blieben die Gäste bis zur Pause bedenklich harmlos.

Erst nach Wiederanpfiff gab es für die Zuschauer mehr zu sehen. So war Paderborn der Führung nahe, als Daniel Brückner nach einem sehenswerten Solo in der 53. Minute auf Lukas Rupp passte, dessen Schuss aus kurzer Distanz aber abgeblockt wurde. Der Platzverweis für Bicakcic nach wiederholtem Foulspiel gab den Ostwestfalen weiteren Auftrieb. Der Druck auf das Tor nahm deutlich zu, blieb aber folgenlos. In dieser Phase erwies sich Hoffenheims Keeper Oliver Baumann als großer Rückhalt. So vereitelte er bei einem Schuss von Lakic (80.) den Rückstand für seine Mannschaft.