Paderborn wieder ohne Sieg: Kachunga rettet 1:1

Der SC Paderborn hat einen weiteren herben Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gerade noch verhindert.

Paderborn wieder ohne Sieg: Kachunga rettet 1:1
Oliver Krato Paderborn wieder ohne Sieg: Kachunga rettet 1:1

Mit seinem Tor in der 89. Minute rettete der eingewechselte Elias Kachunga der Mannschaft von Trainer André Breitenreiter beim 1:1 (0:1) gegen den SC Freiburg noch einen Punkt und verhinderte die vierte Niederlage nacheinander. Vor 14 738 Zuschauern in der fast ausverkauften Benteler-Arena hatte Vladimir Darida (18. Minute) per Foulelfmeter Freiburg in Führung geschossen. Mit dem Remis konnte Paderborn die Gäste aus dem Breisgau auf Abstand halten.

Breitenreiter hatte sein Team eine Woche nach der 0:4-Pleite in Bremen auf insgesamt sechs Positionen umgestellt und vor allem seine Abwehr neu formiert. Uwe Hünemeier kehrte nach auskurierter Gehirnerschütterung neben Jens Wemmer und Daniel Brückner in die Defensive zurück. Torwart Lukas Kruse stand nach einer überstandenen Augenblessur zur Verfügung. Angreifer Moritz Stoppelkamp gehörte indes erstmals in dieser Saison nicht zur Startelf. Freiburgs Coach Christian Streich musste auf den gesperrten Innenverteidiger Stefan Mitrovic verzichten und beorderte Pavel Krmas in die Abwehrformation. Sascha Riether fehlte nach einem Muskelfaserriss weiterhin.

Die Paderborner, die in den drei vorherigen Partien neun Gegentore kassiert hatten, waren zunächst die dominantere Mannschaft. Gegen die dicht gestaffelte Freiburger Verteidigung konnten die Hausherren aber kaum spielerische Akzente setzen. Die Gäste boten Paderborn zu Beginn nur wenige Räume für gefährliche Aktionen. Eine Flanke von Daniel Brückner konnte Mahir Saglik (10.) nicht verwerten.

Die Freiburger, die zuletzt auswärts in Köln und Mainz punkten konnten, waren effektiver und nutzten ihre erste Chance zur Führung. Nach einem Foul von Hünemeier an Felix Klaus verwandelte Darida den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0. 

Paderborn zeigte sich durch den Rückstand keineswegs verunsichert, sondern forcierte die Offensivbemühungen und erarbeitete sich Möglichkeiten zum Ausgleich. Marvin Bakalorz (20.), Saglik (38.) und Süleyman Koc (44.) scheiterten allerdings schon vor der Pause mit ihren Schüssen an Freiburgs Schlussmann Roman Bürki, ein Kopfball von Bakalorz (27.) landete zudem neben dem Tor.

Freiburg konzentrierte sich mit der Führung im Rücken weiter auf seine Defensive, blieb aber durch schnelle Angriffe gefährlich. Klaus (26.) köpfte die zweite große Chance der Gäste jedoch über das Paderborner Gehäuse.

Mit der Einwechselung von Kachunga belebte Breitenreiter im zweiten Abschnitt das Offensivspiel der Ostwestfalen. Paderborn erhöhte das Tempo spürbar, blieb in Strafraumnähe  aber glücklos. Bürki parierte zunächst gegen Wemmer (52.), ehe Kachunga (65.) aus 16 Metern das SC-Tor verfehlte. In der hektischen Schlussphase unterlief dem bis dato starken SC-Keeper Bürki dann doch ein Fehler, den Kachunga zum verdienten Ausgleich nutzen konnte.