Panamapapers: Datenleck bei einer panamaischen Anwaltskanzlei

Politiker, Stars und Kriminelle sollen über Jahrzehnte eine panamaische Anwaltskanzlei genutzt haben, um Konten und Wertgegenstände zu verstecken. Das geht aus Unterlagen hervor, die Medien auf der ganzen Welt, darunter die «Süddeutsche Zeitung», NDR und WDR ausgewertet haben. Ein Überblick:

- Die «PanamaPapers»-Recherchen basieren nach Angaben der daran beteiligten Medien auf einem Datenleck bei einer panamaischen Anwaltskanzlei.

- Das Leck soll E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu rund 214 000 Gesellschaften umfassen, vor allem in Panama und den Britischen Jungferninseln.

- Zu den Profiteuren der Offshore-Dienste sollen unter anderem zwölf Staatsoberhäupter und 128 weitere Politiker gehören.

- Zu den Profiteuren sollen internationale Finanzinstitute, darunter den Angaben zufolge auch 15 deutsche Banken oder ihre Töchter gehören.

- Der Datensatz wurde der «Süddeutschen Zeitung» von einer anonymen Quelle zugespielt.

- Die «Süddeutsche Zeitung» teilte die Daten demnach mit dem Internationalen Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) und Partnern auf der ganzen Welt, darunter NDR und WDR.

- Etwa 370 Journalisten aus 78 Ländern haben im Zuge der Recherchen rund 11,5 Millionen Dateien ausgewertet. Es handle sich um «ein gigantisches Leak in einer bislang nicht vorstellbaren Dimension von rund 2,6 Terabyte».