Papst fordert nach Tragödie entschiedenes Eingreifen

Papst Franziskus hat die internationale Gemeinschaft angesichts der erneuten Flüchtlingstragödie im Mittelmeer zu einem entschiedenen Eingreifen aufgefordert.

«Ich appelliere sorgenvoll, dass die internationale Gemeinschaft mit Entschlossenheit und Schnelligkeit handelt, um zu verhindern, dass sich ähnliche Tragödien wiederholen», sagte der Argentinier nach dem wöchentlichen Regina-Coeli-Gebet auf dem Petersplatz in Rom.

Er drückte seinen «tiefen Schmerz» aus und versicherte, für die Opfer und ihre Angehörigen zu beten. «Es sind Männer und Frauen wie wir, unsere Brüder, die ein besseres Leben suchen, hungrig, verfolgt, verletzt, erschöpft, Opfer von Kriegen», ergänzte der 78-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa. Nach dem Unglück vor der libyschen Küste in der Nacht zum Sonntag werden bis zu 700 Opfer befürchtet.