Papst Franziskus besucht Auschwitz

Papst Franziskus ist im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz eingetroffen. An dem Ort unvorstellbarer Nazi-Verbrechen durchschritt er das Eingangstor des früheren Stammlagers, über dem der zynische Spruch «Arbeit macht frei» steht.

Papst Franziskus besucht Auschwitz
Pawel Supernak Papst Franziskus besucht Auschwitz

Franziskus wollte auf dem Gelände unter anderem Überlebende des Holocaust treffen und in der Todeszelle des Franziskanermönchs Maximilian Kolbe beten, der vor 75 Jahren ermordet wurde.

Im nahegelegenen Vernichtungslager Birkenau will der Papst anschließend Menschen begegnen, die während der Nazi-Herrschaft Juden vor der Ermordung gerettet haben. Zudem haben sich auch Überlebende versammelt.

In Birkenau, dem eigentlichen Vernichtungslager, ermordeten die Nazis mehr als 1,1 Millionen vor allem jüdische Menschen. Franziskus ist der dritte Papst, der diesen Ort des Grauens im Süden Polens besucht. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. will der Argentinier in dem Lager schweigen und in Stille beten.