Papst trifft Limburgs Bischof zum Gespräch

Entscheidendes Treffen in Rom: Nach tagelangem Warten kommt der angeschlagene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst mit dem Papst zusammen.

Nach Angaben der «Bild»-Zeitung soll das Gespräch mit Franziskus an diesem Montag um 12.00 Uhr im Vatikan beginnen. Ein Sprecher des Bistums wollte diese Zeitangabe weder bestätigen noch dementieren. Der Bischof musste lange auf das Treffen warten, er ist bereits seit dem 13. Oktober in Rom.

Neben dem katholischen Oberhirten von Limburg hat auch der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner (79) am Montag eine Audienz bei Papst Franziskus. Limburg gehört zur Kirchenprovinz Köln, Meisner galt bisher als Unterstützer von Tebartz-van Elst. Über die Gesprächsthemen war zunächst nichts bekannt.

Am Vortag hatte Albert Schmid, Chef des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, eine Rückkehr des Bischofs nach Limburg «eher unwahrscheinlich» genannt. Schmid, ein Vertrauter von Tebartz-van Elst, nahm den Kirchenmann am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Günter Jauch» gegen den Vorwurf der Verschwendung beim Neubau seiner Bischofsresidenz in Schutz. Der Streit über den Bau werfe die Frage auf, ob der Bischof «Opfer der innerdiözesanen Auseinandersetzungen im Bistum Limburg» sei. Schmid rechnet nicht mit einer schnellen Entscheidung in Rom: «Der Papst wird kein Schnellrichter sein», sagte er.

Der seit langem wegen seiner Amtsführung und seines teuren Bischofssitzes kritisierte Tebartz-van Elst steht mittlerweile massiv unter Druck: Die Baukosten für die Residenz belaufen sich inzwischen auf mehr als 31 Millionen Euro, zudem hat die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl wegen einer falschen eidesstattlichen Erklärung um einen Erste-Klasse-Flug nach Indien beantragt.