Paris: Messerangriff mit IS-Drohung an Vorschule war erfunden

Die angebliche Messerattacke mit islamistischer Drohung gegen einen Lehrer in einem Pariser Vorort war frei erfunden.

Der Lehrer einer Vorschule in Aubervilliers räumte ein, sich den Vorfall ausgedacht zu haben, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete.

Der 45-Jährige hatte zuvor gesagt, er sei von einem Maskierten mit einem Cutter-Messer angegriffen worden, der sich auf die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) berufen habe. Deshalb hatte die für Terrorismus zuständige Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen.

Warum der Mann gelogen hat, war zunächst unklar. Der Pädagoge war mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Gut einen Monat nach den Terroranschlägen von Paris hatten die Vorwürfe in Frankreich für großes Aufsehen gesorgt.

Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem hatte sich umgehend in die Vorschule begeben und angekündigt, die Sicherheitsvorkehrungen an Schulen weiter zu verschärfen.