Kerber und Lisicki in Paris ohne Mühe weiter

Mit mühelosen Erfolgen haben Angelique Kerber und Sabine Lisicki bei den French Open die zweite Runde erreicht und den deutschen Tennis-Damen in Paris damit einen verheißungsvollen Auftakt beschert.

Drei Tage nach ihrer verletzungsbedingten Aufgabe beim Turnier in Nürnberg hatte Kerber beim 6:0, 6:1 gegen die Ungarin Timea Babos überhaupt keine Probleme. Von den Rückenproblemen, die sie noch im Frankenland zum Verzicht auf das Halbfinale gezwungen hatten, war auf Court 2 im Stade Roland Garros nichts mehr zu sehen. Nach gerade einmal 50 Minuten verwandelte die Kielerin ihren ersten Matchball und trifft nun auf Ajla Tomljanovic aus Australien.

Leicht und locker marschierte auch Lisicki auf der von ihr wenig geliebten roten Asche in die zweite Runde. Die Berlinerin gewann ihr Auftaktmatch gegen Monica Puig aus Puerto Rico klar mit 6:3, 6:2 und stand dabei nur 16 Minuten länger auf dem Platz als ihre Fed-Cup-Kollegin Kerber.

«Das ist das letzte Asche-Turnier der Saison. Da wird noch einmal alles gegeben», sagte Lisicki nach ihrer souveränen Vorstellung. «Ich habe in der ersten Runde in zwei Sätzen gewonnen, das ist es, was man sich wünscht», sagte die 25-Jährige, die die Partie vor den Augen ihres Freundes Oliver Pocher mit einem Ass beendete.

Lisicki zeigte von Beginn an eine sehr konzentrierte Leistung und überzeugte gegen Puig mit sehr variablem Spiel. Mit vielen geschickt eingestreuten Stoppbällen stellte sie ihre Gegnerin immer wieder vor Probleme. «Wenn man seine Gegnerin nicht kennt, muss man im Spiel einfach etwas ausprobieren. Und wenn es dann gut klappt, versucht man es natürlich weiter», sagte Lisicki zu ihrer Spielweise.

Nach 36 Minuten sicherte sich die Nummer 20 der Welt den ersten Durchgang mit dem ersten Satzball. Auch danach blieb sie ihrer Linie treu. Lisicki gelangen zwei schnelle Breaks, damit war der Widerstand der 21 Jahre alten Puig gebrochen. «Es ging schon zuletzt in Nürnberg aufwärts, ich habe viel Positives mit nach Berlin genommen», sagte Lisicki, die bei der Paris-Generalprobe in der zweiten Runde ausgeschieden war.

Beendet sind die French Open dagegen bereits wieder für Mona Barthel. Die Schleswig-Holsteinerin verlor ihre Erstrunden-Begegnung gegen die polnische Qualifikantin Paula Kania mit 7:5, 2:6, 4:6 und setzte damit ihre Talfahrt in diesem Jahr fort. Für die Nummer 41 der Welt war es die sechste Erstrunden-Niederlage in Serie. Am Vortag war von den zehn für das Hauptfeld qualifizierten deutschen Damen bereits Tatjana Maria ausgeschieden.