Petkovic und Görges in Paris in Runde drei

Andrea Petkovic und Julia Görges stehen bei den French Open in der dritten Runde. Petkovic rang am Donnerstag in Paris trotz starker Probleme am verletzten rechten Oberschenkel die Spanierin Lourdes Dominguez Lino mit 4:6, 6:4, 6:4 nieder.

Görges bezwang überraschend die dänische Weltranglisten-Fünfte Caroline Wozniacki mit 6:4, 7:6 (7:4). Ausgeschieden ist dagegen Carina Witthöft. Die 20 Jahre alte Hamburgerin verlor gegen Sara Errani aus Italien trotz guter Leistung mit 3:6, 6:4, 2:6.

Damit stehen bei der mit 28,03 Millionen Euro dotierten Veranstaltung im Bois de Boulogne bislang fünf deutsche Tennisspielerinnen in der dritten Runde. Anna-Lena Friedsam trifft am Donnerstag noch auf die amerikanische Weltranglisten-Erste Serena Williams.

Für die deutschen Herren ist das zweite Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison dagegen vorbei. Philipp Kohlschreiber verlor sein am Mittwochabend abgebrochenes Zweitrunden-Match gegen den Spanier Pablo Andujar am Donnerstag mit 1:6, 6:7 (5:7), 6:3, 6:3, 4:6. Die Partie war am Tag zuvor wegen Dunkelheit beim Stand von 4:2 im fünften Satz für Kohlschreiber abgebrochen worden. Bei der Fortsetzung gelang dem Augsburger dann kein Spielgewinn mehr. Benjamin Becker musste derweil seine für Freitag angesetzte Partie gegen den Japaner Kei Nishikori wegen einer Muskelverletzung im rechten Oberschenkel absagen.

Petkovic zeigte auf Court 6 im Stade Roland Garros eine kämpferisch überragende Leistung. Der deutschen Nummer eins waren die Probleme an ihrem verletzten rechten Oberschenkel, wegen der sie für die French Open fast abgesagt hätte, deutlich anzumerken. Doch die Hessin fightete und machte gegen die unangenehm zu spielende Dominguez Lino auch einen Satzrückstand wett. Nach 2:20 Stunden verwandelte sie ihren zweiten Matchball.

Görges trumpfte auf dem Court Philippe Chatrier derweil groß auf. Gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Wozniacki überzeugte die Norddeutsche mit druckvollem Spiel und behielt im zweiten Satz auch dann die Nerven, als sie zweimal ein Break nicht halten konnte. «Gegen eine Top-Ten-Spielerin bei einem Grand-Slam-Turnier zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes», sagte Görges.

Witthöft zeigte gegen Errani zwar ebenfalls eine gute Vorstellung. Die deutsche Nachwuchshoffnung konnte ihre Chancen aber in den entscheidenden Situationen nicht nutzen. Im dritten Durchgang lag sie sogar am Anfang mit einem Break vorn, musste sich gegen die French-Open-Finalistin von 2012 am Ende aber doch geschlagen geben.