Park offen für Treffen mit Nordkoreas Machthaber

Süd- und Nordkorea gehen im neuen Jahr trotz Spannungen aufeinander zu. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye zeigte sich am Montag offen für ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un ohne Vorbedingungen.

Park offen für Treffen mit Nordkoreas Machthaber
Kim Min-Hee/Pool Park offen für Treffen mit Nordkoreas Machthaber

Wenn es um Fragen einer friedlichen Wiedervereinigung gehe, sollte es allerdings auch Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm geben, sagte Park bei einer Pressekonferenz zum neuen Jahr. Das sei jedoch nicht automatisch eine Vorbedingung für ein Treffen mit Kim.

«Wenn es hilft, kann es ein innerkoreanisches Gipfeltreffen geben», betonte Park. Sie sei bereit, sich mit Jedem zu treffen, um die Schmerzen der Landesteilung zu überwinden. 

Kim hatte sich in einer Ansprache am 1. Januar ebenfalls zu einem Treffen auf höchster Ebene zwischen beiden Ländern bereiterklärt. Allerdings hatte er angedeutet, dass es ohne eine Einstellung der Militärmanöver Südkoreas mit den USA auch keine Fortschritte in den innerkoreanischen Beziehungen geben könne.   

Es gibt bisher keine konkreten Anzeichen für ein neues Spitzentreffen zwischen beiden koreanischen Staaten. Seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor 70 Jahren gab es nur zwei solcher Treffen auf höchster Ebene - in den Jahren 2000 und 2007. 

Park warf dem Regime des kommunistische Nachbarlandes vor, sich «nicht aktiv für einen Dialog einzusetzen». Sie rief Pjöngjang erneut auf, auf Seouls Vorschläge für neue Regierungsgespräche vom Dezember einzugehen. Dabei solle es vor allem um neue Treffen zwischen auseinandergerissenen Familien gehen. 

Park hatte sich seit ihrem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren mehrfach zu einem Treffen mit Kim bereiterklärt. Allerdings bekräftigte sie immer wieder, dass es dabei auch um die Beseitigung der Atomwaffen Nordkoreas gehen müsse.

Am Samstag hatten Nordkoreas Staatsmedien berichtet, dass Pjöngjang der Regierung in Washington einen vorläufigen Verzicht auf neue Kernwaffentests angeboten habe, wenn die USA ihre Manöver in Südkorea in diesem Jahr aussetzen würden. Eine Sprecherin des US- Außenministeriums hatte das Angebot als «indirekte Drohung» bezeichnet.