Parlament stimmt ab über besseren Schutz von Kindern

Der Bundestag berät heute über den besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch und unbefugten Nacktaufnahmen.

Parlament stimmt ab über besseren Schutz von Kindern
Karl-Josef Hildenbrand Parlament stimmt ab über besseren Schutz von Kindern

Geplant ist eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Unter anderem soll sich künftig strafbar machen, wer Kinder und Jugendliche nackt ablichtet - mit dem Ziel, die Aufnahmen zu verkaufen oder in Tauschbörsen einzustellen.

Die Gesetzespläne sollen an einigen Stellen Graubereiche und rechtliche Lücken beseitigen. Ursprünglich hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) noch eine weitreichendere Regelung geplant, diese nach Einwänden von Fachleuten und Rechtspolitikern aber kurz vor der Abstimmung entschärft.

Ein weiteres Vorhaben in dem Gesetzespaket: Sexualstraftaten sollen künftig später als bislang verjähren. Auch «Cyber-Grooming» soll umfangreicher geahndet werden - also Versuche eines Erwachsenen, unter falschen Angaben über das Internet Kontakt zu Kindern aufzunehmen, um sie etwa zu sexuellen Handlungen zu bewegen.