Parlamentswahl in Portugal als Abstimmung über Sparpolitik

Im früheren Euro-Krisenland Portugal hat die Parlamentswahl begonnen. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs um die 230 Sitze stand die Auseinandersetzung um die Sparpolitik, die die konservative Regierung fortsetzen möchte.

Parlamentswahl in Portugal als Abstimmung über Sparpolitik
Andre Kosters Parlamentswahl in Portugal als Abstimmung über Sparpolitik

Nach allen Umfragen dürfte das Zwei-Parteien-Bündnis «Portugal à Frente» (PàF/Portugal voran) von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho allerdings nur rund 37 bis 40 Prozent der Stimmen bekommen und seine absolute Mehrheit verlieren.

Die Sozialistische Partei (PS) von Spitzenkandidat António Costa bekommt demnach 31 bis 33 Prozent. Die beiden anderen Parteien mit Aussichten auf den Einzug ins Parlament, die CDU (ein Bündnis aus Kommunisten und Grünen) und der Linksblock (BE), näherten sich zuletzt in den Umfragen beide der Zehn-Prozent-Marke.

Portugal war 2011 von der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit 78 Milliarden Euro vor dem Bankrott bewahrt worden. Nach drei Jahren unter dem EU-Rettungsschirm steht das Land seit Mai 2014 finanziell wieder auf eigenen Beinen.