Parteifreunde springen von der Leyen nach Plagiatsvorwürfen zur Seite

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl hat mit Unverständnis auf die Plagiatsvorwürfe gegen seine Parteikollegin, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, reagiert.

Parteifreunde springen von der Leyen nach Plagiatsvorwürfen zur Seite
Carmen Jaspersen Parteifreunde springen von der Leyen nach Plagiatsvorwürfen zur Seite

«Die Menschen interessiert, wie wir aktuelle Probleme lösen und Herausforderungen angehen. Im Moment steht anderes im Mittelpunkt als irgendwelche Plagiatsvorwürfe», sagte Strobl der «Rheinischen Post».

Auch der Chef des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsfraktion, Christian von Stetten (CDU), sprang der Ministerin zur Seite. «Für sie gilt die Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen ist», sagte er und fügte hinzu: «Das ist kein Bereich, in dem man jemand politisch ein Bein stellt.»

Am Wochenende war bekannt geworden, dass von der Leyen auf der Internetseite Vroniplag Wiki schwere Regelverstöße in ihrer medizinischen Doktorarbeit vorgeworfen werden. Die Medizinische Hochschule Hannover überprüft mittlerweile die Arbeit auf Wunsch der Ministerin.

Der Gründer der Plagiatsplattform, Martin Heidingsfelder, forderte die Aberkennung des Doktortitels von der Leyens. «Sie war extrem faul und hat gnadenlos kopiert», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. «Deshalb müsste die Medizinische Hochschule ihr den Titel entziehen. Die Wissenschaft tut sich keinen Gefallen, wenn sie renommierte Politiker schützt.»