Patricia Schlesinger wird die neue RBB-Intendantin

Viele Fernsehzuschauer kennen sie noch als Moderatorin der ARD-Sendung «Panorama»: Patricia Schlesinger wird die neue Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

Patricia Schlesinger wird die neue RBB-Intendantin
Bernd Settnik Patricia Schlesinger wird die neue RBB-Intendantin

Die 54-jährige NDR-Fernsehjournalistin setzte sich am Donnerstagabend in einem fast fünfstündigen Abstimmungsmarathon in Potsdam am Schluss gegen den ZDF-Journalisten Theo Koll (58) durch. Der Rundfunkrat der Zwei-Länder-Anstalt brauchte allerdings sechs Wahlgänge, bis die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kam.

Schlesinger tritt zum 1. Juli die Nachfolge von Gründungsintendantin Dagmar Reim (64) an. «Ich übernehme in einer Zeit, in der es eigentlich aufwärts gehen kann, aufwärts gehen sollte», sagte sie.

«Ein Verlust für den NDR, aber ein großer Gewinn für den RBB! Ich gratuliere Patricia Schlesinger herzlich zu ihrer Wahl», kommentierte der Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), Lutz Marmor, das Wahlergebnis. Zurzeit leitet Schlesinger beim NDR-Fernsehen den Programmbereich Kultur und Dokumentation. Zu ihren vielen Stationen gehörte unter anderem von 1997 bis 2001 die Moderation des Politmagazins «Panorama».

Die Vorsitzende des RBB-Rundfunkrates, Friederike von Kirchbach, lobte die designierte neue Intendantin als «versierte Medien-Managerin und profilierte Journalistin». Die MDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Karola Wille wünschte Schlesinger «einen fruchtbaren Dialog mit der Gesellschaft über Relevanz und Akzeptanz unserer Angebote».

Ursprünglich waren drei Kandidaten in die engere Wahl gekommen. Der von der Findungskommission ebenfalls vorgeschlagene ARD-Programmdirektor Volker Herres (58) hatte auf eine Kandidatur für den Chefposten beim Rundfunk Berlin-Brandenburg verzichtet. Die Amtszeit der neuen RBB-Chefin beträgt fünf Jahre.

Die bisherige Intendantin Dagmar Reim (64) verlässt den RBB nach 13 Jahren. Sie hatte Ende vergangenen Jahres ihren vorzeitigen Rückzug zum 30. Juni aus privaten Gründen angekündigt.