Pechstein-Urteil: ISU geht bei Niederlage in Revision

Der Eislauf-Weltverband ISU wird im Fall der erwarteten Niederlage beim Prozess vor dem Oberlandesgericht München gegen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein nach dpa-Informationen Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) einlegen.

Pechstein-Urteil: ISU geht bei Niederlage in Revision
Marc Müller Pechstein-Urteil: ISU geht bei Niederlage in Revision

Der Weltverband rechnet bei der Urteilsverkündung am 15. Januar nicht mehr mit einer Überraschung. Bereits in der ersten Verhandlung am 6. November 2014 hatten sich die Richter klar zugunsten Pechsteins positioniert und heftige Angriffe gegen die Monopolstellung der Verbände in Sachen der Sportgerichtsbarkeit formuliert. Daher geht auch Pechsteins Anwalt Thomas Summerer davon aus, dass die Klage seiner Mandantin angenommen wird. «In München wird Sportrechtsgeschichte geschrieben», sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Ich reise mit großen Hoffnungen nach München», erklärte Pechstein.

Der unterlegenen Seite bleiben nach dem Urteil vier Wochen, um sich mit einer Revision an den BGH zu wenden. Die endgültige Entscheidung werde der BGH fallen, die Frage des Dopings und den Blutwerten von Pechstein seien nicht Gegenstand der Verhandlungen vor dem Oberlandesgericht gewesen, hieß es von der ISU. Erst wenn der BGH die Entscheidung des Oberlandesgerichtes bestätigt, würde Pechsteins Fall in München juristisch neu aufgerollt.