Pegida-Chef Bachmann in Dresden vor Gericht

Im Dresdner Amtsgericht hat der Prozess gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann begonnen. Der 43-jährige Kopf der islam- und fremdenfeindlichen Protestinitiative ist wegen Volksverhetzung angeklagt.

Pegida-Chef Bachmann in Dresden vor Gericht
Fabrizio Bensch Pegida-Chef Bachmann in Dresden vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Flüchtlinge in Facebook-Kommentaren im September 2014 herabgewürdigt und zum Hass gegen sie angestachelt zu haben. Es geht um Beschimpfungen wie «Viehzeug», «Gelumpe» und «Dreckspack».

Pegida-Sympathisanten begrüßten ihn vor dem Gerichtsgebäude mit Beifall und forderten auf Transparenten «Freispruch für Lutz Bachmann», Gegendemonstranten riefen «Bachmann in den Knast». Sowohl am Eingang zum Gebäude als auch zum Verhandlungssaal wurden Ausweise und Taschen kontrolliert. Die 100 Plätze des Verhandlungssaals waren alle belegt, rund 40 Menschen mussten vor der Tür bleiben. Im Falle einer Verurteilung drohen dem bereits Vorbestraften eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.