Peter Behrens über den «Clown mit der Trommel»

Dem früheren Trio-Schlagzeuger Peter Behrens ist von der erfolgreichen Zeit der Band finanziell nichts geblieben. «Ich habe damals nicht aufgepasst, damit hadere ich nicht», sagte der 66-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Peter Behrens über den «Clown mit der Trommel»
Christoph Schmidt Peter Behrens über den «Clown mit der Trommel»

1982 hatte Trio mit «Da Da Da» einen Welthit, die Single verkaufte sich 13 Millionen Mal. Vier Jahre später löste sich die Band auf. «Ich fiel in ein fürchterliches Loch und habe zehn Jahre Drogen genommen. Mit Schnaps habe ich mich 1997 runterdosiert», erinnert sich Behrens.

In dieser Woche erscheint seine Autobiografie «Der Clown mit der Trommel. Meine Jahre mit Trio - aber nicht nur».

Seit 1997 wohnt der Schlagzeuger über einer Kneipe in Wilhelmshaven, inzwischen bezieht er eine kleine Rente. «Jeder Tag, an dem ich nicht trommele oder Zirkus mache, ist ein verlorener Tag», sagte der Musiker, der in Varel bei Adoptiveltern aufwuchs und in den 70ern eine Clownsausbildung machte.

Gemeinsam mit dem Sänger Stephan Remmler und dem Gitarristen Gert «Kralle» Krawinkel schrieb Behrens während der Neuen Deutschen Welle Musikgeschichte. «Unglücklich bin ich, wenn ich zu lange an einem Ort bin und mich langweile», sagte der Schlagzeuger. Das habe er früher versucht, mit Drogen zu bekämpfen.

Der Zeitung «Die Welt» sagte Behrens: «Ich habe gelernt, dass ich unwichtige Sachen nicht machen will, nicht kann und auch nicht muss. Das könnte Faulheit sein. Wenn ich angesteckt bin, dann gibt es aber kein Halten.»

- Peter Behrens: «Der Clown mit der Tromme. Meine Jahre mit Trio - aber nicht nur. Die Autobiografie mit Klaus Marschall», Verlag Scharzkopf & Schwarzkopf, Berlin 320 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3862652822