Peter Lohmeyer feiert Operndebüt

Oper «Die Entführung aus dem Serail» mit.

Peter Lohmeyer feiert Operndebüt
Britta Pedersen Peter Lohmeyer feiert Operndebüt

«Ich bin ein ewiger Student. Ich interessiere mich für so vieles und liebe die Abwechslung», sagte Lohmeyer der Deutschen Presse-Agentur.

Der Auftritt sei eine tolle Gelegenheit, denn es gebe in der Oper nur wenige Sprechrollen, sagte Lohmeyer («Das Wunder von Bern»). Das Stück hat am 22. Juni an der Oper von Lyon unter der Intendanz von Serge Dorny Premiere.

In der Neuinszenierung des frankokanadischen Regisseurs Wajdi Mouawad, aufgeführt in deutscher Sprache, übernimmt der Theater- und Filmschauspieler die Sprechrolle des Bassa Selim. Dieser war einst Christ und ist zum Islam übergetreten. In seinem Palast leben Konstanze und ihre Zofe Blonde, die er von einem Sklavenmarkt gekauft hat. Die beiden Frauen hoffen auf Befreiung durch Konstanzes Verlobten Belmonte.

Der Inhalt der Oper ist nicht zuletzt durch die Flüchtlingskrise und durch die Übergriffe auf Frauen hochaktuell. Man müsse mit diesem Thema sensibel umgehen, meint Lohmeyer. «Ein jeder hat eine Meinung über den Islam, ohne sich je mit der islamischen Kultur beschäftigt zu haben.»

Es ist nicht das erste Mal, dass Lohmeyer in die Musikwelt eintaucht. Anfang dieses Jahres hat er im «Club der toten Dichter» die Gedichte des Amerikaners Charles Bukowski gesungen. Musik habe ihn schon immer interessiert. «Ich habe viel Respekt vor Opernsängern. Mich beeindruckt, wie sie aus ihrem Körper einen Klangraum machen», sagte er.