Pflichtspielstart: U21 in Aserbaidschan gefordert

Nach dem vielversprechenden Auftritt beim 2:1-Sieg im Test gegen Dänemark wird es nun für die deutschen U21-Fußballer ernst.

Pflichtspielstart: U21 in Aserbaidschan gefordert
Daniel Reinhardt Pflichtspielstart: U21 in Aserbaidschan gefordert

In Baku ist die neu formierte Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch gegen Aserbaidschan im ersten EM-Qualifikationsspiel gefordert. Der Coach ist zuversichtlich, dass sich sein Team in der Gruppe durchsetzen wird.

Für die 2017 in Polen erstmals mit 12 Teams ausgerichtete Endrunde gibt es einen neuen Qualifikationsmodus. Erstmals qualifizieren sich die neun Sieger aus den neun Qualifikationsgruppen direkt für die EM-Endrunde. Die restlichen drei Tickets gehen an Gastgeber Polen sowie die beiden Sieger aus zwei Playoff-Begegnungen der vier besten Gruppenzweiten. Früher mussten auch die Gruppensieger in die Playoffs, um sich für die Endrunde zu qualifizieren.

Neben Aserbaidschan, wo auf Kunstrasen gespielt wird, trifft die DFB-Auswahl in Gruppe 7 auf Russland, Österreich, Finnland und die Färöer. «Wir wollen uns in unserer Gruppe als Erster durchsetzen», sagte Hrubesch. Gleichzeitig warnte der Coach davor, die Gegner zu unterschätzen. «Über die Stärken von Österreich und Russland brauchen wir nicht zu sprechen. Und gegen Färöer haben wir uns auch schon schwergetan.»

Aus dem EM-Kader von 2015 sind nur noch vier Spieler übrig: Max Meyer, Maximilian Arnold, Joshua Kimmich und Serge Gnabry. Auch Matthias Ginter und Emre Can, die in die A-Mannschaft berufen wurden, können noch in der U21 spielen. Insgesamt hat Hrubesch viele Spielern aus jüngeren Jahrgängen berufen. Zwei der Jüngsten trafen dann auch beim 2:1 gegen Dänemark: Levin Öztunali und Timo Werner.

Wie schon in früheren U21-Teams gibt es auf den Außenverteidigerpositionen und im Angriffszentrum wenig Kandidaten. Gegen Dänemark haben Jeremy Toljan (1899 Hoffenheim) rechts und Yannick Gerhardt (1.FC Köln) links verteidigt und Lob für ihre Auftritte erhalten. «Gerhardt hat seine Sache ordentlich gemacht, obwohl er eigentlich ein offensiverer Spieler ist. Auch Toljan hat gute Ansätze. Er ist ein Spieler, den man entwickeln kann», befand DFB-Sportdirektor Hansi Flick. Ein Überangebot an talentierten Nachwuchsspielern gibt es im zentralen Mittelfeld mit Leon Goretzka, Julian Weigl, Kimmich, Arnold, Öztunali und Meyer.

Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio steht dem DFB im nächsten Jahr ein Höhepunkt bevor. Allerdings sind für Olympia auch ältere Spieler als die aus der aktuellen U21 (Jahrgang 1994 und jünger) spielberechtigt. Auch der Jahrgang 1993 kann bei Olympia auflaufen - plus drei Spieler ohne Altersbeschränkung. Diese Personalplanungen sollen frühestens im März/April nächsten Jahres besprochen werden. «Das Thema werden wir in diesem Jahr nicht anfassen», sagte Hrubesch.