Physik-Nobelpreis für Peter Higgs und François Englert

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Briten Peter Higgs und den Belgier François Englert für die Vorhersage des Higgs-Teilchen.

Physik-Nobelpreis für Peter Higgs und François Englert
Berit Roald Physik-Nobelpreis für Peter Higgs und François Englert

Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist mit umgerechnet 920 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

«Das ist ein Triumph, nicht nur für Higgs und Englert, sondern auch für die Teilchenphysik», sagte Gunnar Ingelman von der Königlich-Schwedischen Wissenschaftsakademie.

«Der Preis wird in diesem Jahr für etwas sehr Kleines verliehen, das den ganzen Unterschied macht», sagte Staffan Normark, Ständiger Sekretär der Wissenschaftsakademie. In der offiziellen Begründung hieß es, die Auszeichnung werde für die theoretische Vorhersage eines Mechanismus vergeben, der zum Verständnis der Masse subatomarer Partikel beitrage und der kürzlich durch die Entdeckung des vorhergesagten Teilchens mit den Detektoren «Atlas» und «CMS» am Europäischen Kernforschungszentrum Cern bestätigt worden sei.

Ende Mai waren Higgs und Englert für die vor fast 50 Jahren aufgestellte Theorie des Higgs-Teilchens der spanische Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Wissenschaft und Forschung zugesprochen worden.

Am Montag war der diesjährige Medizin-Nobelpreis dem gebürtigen Deutschen Thomas Südhof zuerkannt worden. Der Neurochemiker teilt sich die Auszeichnung mit den US-Forschern James Rothman und Randy Schekman. Die drei Wissenschaftler haben wesentliche Transportmechanismen in Zellen entdeckt. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.