Podolski: Kann dem DFB-Team immer noch helfen

Der deutsche Fußball-Nationalstürmer Lukas Podolski hofft mit seinem Wechsel zu Inter Mailand auch seine Position in der DFB-Elf zu verbessern.

Podolski: Kann dem DFB-Team immer noch helfen
Andrea Di Marco Podolski: Kann dem DFB-Team immer noch helfen

«Ich bin überzeugt, wenn ich hier spielen sollte, dass ich auch weiter Thema in der Nationalmannschaft bin und von daher mache ich mir jetzt erstmal keine Gedanken, dass es anders sein könnte», sagte der 29-Jährige bei seiner Vorstellung in Mailand. Für ihn gehöre Inter «immer noch zu den zehn größten Clubs der Welt, die großen Erfolge liegen nicht weit zurück».

Sein Ziel sei es nun, mit dem Traditionsverein den dritten Platz und damit die Champions League zu erreichen. «Da wollen wir hin, der Trainer, das Team. Ich werde alles dafür tun, es sind nur ein paar Punkte und wir können es schaffen», urteilte er. Inter liegt auf Rang elf der Tabelle und hat acht Zähler Rückstand auf den dritten Rang.

Bundestrainer Joachim Löw hatte im November zur Situation des 121-maligen Nationalspielers mit seinen geringen Einsatzzeiten beim FC Arsenal gesagt: «Es ist zwingend notwendig, dass er regelmäßig spielt.» Podolski erklärte: «Ich fühle mich in der Nationalmannschaft immer noch wohl und denke, ich habe noch immer eine gute Position da und kann der Mannschaft auch weiterhelfen.» Der Stürmer ist bis zum Ende der Saison vom FC Arsenal nach Italien ausgeliehen.

Podolski ist nach Spielern wie Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus oder Jürgen Klinsmann der achte Deutsche bei Inter. «Die Serie A ist immer noch eine Top-Liga in Europa mit Top-Mannschaften», urteilte der frühere Bundesliga-Profi. Inter-Trainer Roberto Mancini lobte den Neuzugang: «Er ist ein großartiger Spieler und Weltmeister, hat für einige der größten Clubs der Welt gespielt.»

Mancini muss bei der Zusammenstellung seines Kaders für die K.o.-Runde in der Europa League ein Dilemma lösen. Gemäß Regularien der Europäischen Fußball-Union kann ein Club insgesamt drei Spieler für die Runde der besten 32 Teams in der Europa League nachnominieren, davon darf aber nur ein Akteur in der Gruppenphase eines UEFA-Wettbewerbs eingesetzt worden sein. Dieser darf laut Artikel 18.19. aber nicht für einen anderen Verein im selben Wettbewerb oder für einen Club, der derzeit im selben Wettbewerb vertreten ist, aufgelaufen sein.

Sowohl Podolski beim FC Arsenal als auch Neuzugang Xherdan Shaqiri für den FC Bayern haben diese Saison bereits in der Königsklasse gespielt. «Ich denke, das ist schon vom Verein geklärt worden», sagte Podolski bei der Pressekonferenz. «Man muss die Entscheidung, wie sie gefallen ist, dann akzeptieren.»

Am Freitag hatten Hunderte Fans den früheren Kölner am Flughafen begrüßt. «Der Empfang war Weltklasse. Ich hatte damit niemals gerechnet, dass so viele Leute da sind. Das war einmalig», schwärmte Podolski. Über seine Zukunft will sich der Angreifer noch keine Gedanken machen. «Ich will spielen und Inter helfen, nach oben zu kommen. Was nach den fünf, sechs Monaten passiert, wird man sehen.»