Pokal-Blamagen für Mainz und Frankfurt

Für den FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt ist der DFB-Pokal bereits nach der zweiten Runde beendet. Nach einer unberechtigten Roten Karte für Abwehrspieler Pierre Bengtsson (45. Minute) unterlagen die Mainzer am Dienstagabend Fußball-Zweitligist 1860 München mit 1:2 (1:0).

Frankfurt blamierte sich beim Drittligisten Erzgebirge Aue, der nach dem 1:0 (0:0)-Sieg sensationell und erstmals den Sprung ins Achtelfinale schaffte. Zweitligist Fortuna Düsseldorf erlebte bei der 1:5 (0:4)-Niederlage bei Ligakonkurrent 1.FC Nürnberg ein sportliches Debakel.

Gegen die über weite Strecken harmlosen Münchner spielte Mainz von Beginn an dominant und lag nach einem Eigentor von Christopher Schindler (5.) bereits früh in Führung. Erst der Platzverweis für Bengtsson brachte die Wende. Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover) hatte eine Notbremse des Abwehrspielers gegen Krisztian Simon erkannt. In der zweiten Hälfte sorgte Stefan Mugosa (70.) nach einem Stellungsfehler von Niko Bungert zunächst für den überraschenden Ausgleich der Gäste. Nur sieben Minuten später stellte Rubin Okotie (77.) die Partie mit seinem Siegtreffer auf den Kopf.

Drittligist Aue dominierte das Spiel gegen die erschreckend schwachen Frankfurter von Anfang an und brachte den Bundesligisten schon im ersten Durchgang mehrfach in Bedrängnis. Doch erst nach dem Seitenwechsel brachte Stürmer Max Wegner (74.) den krassen Außenseiter mit einer starken Einzelleistung in Front und sorgte für den sensationellen Achtelfinal-Einzug der Sachsen.

Nach der Blamage in Nürnberg wird der Druck auf Fortunas Trainer Frank Kramer immer größer. Schon zur Halbzeit lag sein desolat auftretendes Team gegen die Franken mit 0:4 zurück. Torjäger Guido Burgstaller (10.) hatte den «Club» mit seinem siebten Pflichtspieltreffer in dieser Saison in Führung gebracht. Hanno Behrens (17.), Niclas Füllkrug (41.) und Abwehrspieler Tim Leibold (43.) schossen die weiteren Treffer im ersten Durchgang. Danny Blum (69.) legte in der zweiten Hälfte nach, Kerem Demirbay (72.) betrieb für die Fortuna nur noch Ergebniskosmetik.