Polizei befreit Flüchtlinge aus zugeschweißtem Lkw

Die Polizei in der österreichischen Hauptstadt Wien hat in der Nacht einen mit Flüchtlingen beladenen Klein-Lkw gestoppt, bei dem sich weder Türen noch Fenster öffnen ließen. Die 24 jungen Afghanen seien wohlauf, teilte die Polizei mit.

Das Fahrzeug kam vermutlich aus Ungarn, als es den Beamten auffiel. Einer Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA zufolge flüchtete der Fahrer des gestoppten Lastwagens zunächst, konnte aber gestellt werden.

Die seitliche Schiebetür des Fahrzeuges war von innen verschweißt worden. Auf der Außenseite der Hecktür war ein Riegelschloss angebracht. Sämtliche Fenster waren von innen vergittert. Frischluft konnte nicht ins Innere gelangen. Die Afghanen im Laderaum hätten nicht die Möglichkeit gehabt, sich selbst zu befreien.

Ein Polizeisprecher sagte, der Laderaum sei sehr klein gewesen - 3,35 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,80 Meter hoch. Es habe akute Lebensgefahr bestanden. Da der Gesundheitszustand der jungen Menschen gut gewesen sei, dürfte die Schlepperfahrt noch nicht lange gedauert haben.

Vor gut einer Woche waren in einem Kühllastwagen in Österreich 71 erstickte Flüchtlinge entdeckt worden.