Polizei-Einsatzchef im U-Ausschuss zur Kölner Silvesternacht

Im nordrhein-westfälischen Landtags-Untersuchungsausschuss zu den Vorfällen der Kölner Silvesternacht haben heute die Einsatzleiter der Landes- und der Bundespolizei das Wort.

Polizei-Einsatzchef im U-Ausschuss zur Kölner Silvesternacht
Markus Boehm Polizei-Einsatzchef im U-Ausschuss zur Kölner Silvesternacht

Beide Zeugen sollen die Umstände darlegen, wie es damals zu massenhaften Übergriffen auf Frauen kommen konnte. Der Ausschuss will zahlreiche Fragen klären - vor allem, wann die Dimension der Ereignisse klar war. Außerdem soll hinterfragt werden, wie viele Polizisten tatsächlich im Bahnhof und auf dem Vorplatz im Einsatz waren. Die Einsatzleiter werden zudem beantworten müssen, warum keine Verstärkung angefordert wurde.

Am Kölner Hauptbahnhof hatten in der Silvesternacht Männergruppen Frauen sexuell belästigt, drangsaliert und ausgeraubt. Bislang wurden laut Staatsanwaltschaft Köln 1139 Anzeigen gestellt, davon 485 wegen einer Sexualstraftat. Es gibt 122 Beschuldigte, darunter viele Asylsuchende oder illegal in Deutschland lebende Ausländer, vor allem Marokkaner (40) und Algerier (36). 14 Beschuldigte sind in Untersuchungshaft, weitere 3 wurden verurteilt. Bei den ersten Verurteilungen ging es aber nicht um sexuelle Übergriffe, sondern um Diebstähle.