Polizei sucht nach Busunglück Zeugen

Buchholz (dpa) - Nach dem schweren Busunglück in Erfurt setzt die Polizei die Ermittlungsarbeiten an der Unfallstelle fort. Noch ist unklar, wie genau der Reisebus mit 59 Schülern sowie 4 Betreuern auf der Autobahn 4 bei Erfurt am Freitag umkippen konnte.

Bei dem tragischen Unfall starb nach Polizeiangaben das vierjährige Kind einer Lehrerin. Zudem gab es 25 Schwerverletzte und 40 Leichtverletzte.

Die Polizei sucht weitere Zeugen. «Sie können sich jederzeit bei uns melden», sagte eine Polizeisprecherin in Erfurt. Es müssten zudem weitere Spuren gesichert werden, um den Unfallhergang rekonstruieren zu können.

Zu den Leichtverletzten gehört auch der Busfahrer. Zuvor war die Rede von 15 Schwerverletzten und 49 Leichtverletzten sowie dem toten Kind. Nach Polizeiangaben schwebte niemand mehr in Lebensgefahr.

Eltern und Verwandte holten teilweise noch bis zum späten Freitagabend ihre leicht verletzten Kinder in der thüringischen Landeshauptstadt ab, wie ein Sprecher der Leitstelle in Erfurt am Morgen sagte. Sie wurden in einer Rettungswache der Feuerwehr untergebracht und versorgt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen war der Bus auf der Autobahn 4 in Richtung Dresden nach einem Überholmanöver rechts von der Fahrbahn abgekommen, in eine Böschung gefahren und umgekippt. Die 59 Schüler und Betreuer einer evangelischen Schule in Annaberg-Buchholz waren auf dem Rückweg von einer Reise nach England.