Polizei und Aktivisten in Hongkong wollen Dialog führen

Vor den ersten geplanten Gesprächen zwischen Regierung und prodemokratischen Demonstranten in Hongkong hat sich die Lage etwas entspannt.

Polizei und Aktivisten in Hongkong wollen Dialog führen
Alex Hofford Polizei und Aktivisten in Hongkong wollen Dialog führen

In den vergangenen Tagen hatten Protestierende immer wieder versucht, zuvor von der Polizei geräumte Straßen im Geschäftsviertel Mong Kok auf der Halbinsel Kowloon erneut zu besetzen. Am Dienstagmorgen hielten sich beide Seiten jedoch zurück, wie lokale Medien berichteten. Die Proteste für mehr Demokratie hatten sich an Plänen Pekings für die erste direkte Wahl 2017 in Hongkong entzündet. Dabei soll nach dem Willen Pekings eine freie Nominierung der Kandidaten verweigert werden.

Noch vor rund zwei Wochen hatte die Stadtverwaltung ein angesetztes Treffen mit Protestführern kurzfristig abgesagt, nachdem Studierende zu neuen Demonstrationen aufgerufen hatten. Regierungschef Leung Chun-ying hatte sich vor den Gesprächen hart gezeigt. Nur Peking könne die Rahmenbedingungen für die Auswahl der Kandidaten verändern. Zudem seien «ausländische Kräfte» bei der Protestbewegung im Spiel, hatte Leung in einem Interview gesagt. Eine Lösung der größten politischen Krise seit Rückgabe der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong an China im Jahr 1997 scheint daher weiterhin nicht in Sicht.