Polizei wertet «Blitz-Marathon» aus

Nach dem ersten bundesweiten «Blitz-Marathon» hat die Polizei mit der Auswertung ihrer Tempokontrollen begonnen. Erste Ergebnisse erwartet das nordrhein-westfälische Innenministerium am Mittag, wie ein Sprecher sagte. Nordrhein-Westfalen hat die Federführung bei der Kontrollaktion.

Polizei wertet «Blitz-Marathon» aus
Carsten Rehder Polizei wertet «Blitz-Marathon» aus

Der «Blitz-Marathon» der Polizei war am Freitagmorgen um 6.00 Uhr zu Ende gegangen. 24 Stunden lang hatten fast 15 000 Beamte an mehr als 8700 Stellen in ganz Deutschland Temposünder ins Visier genommen.

Allein in Nordrhein-Westfalen waren bis Donnerstagabend mehr als 422 000 Autofahrer kontrolliert worden. Bei etwa 11 000 hätten die Messgeräte eine zu hohe Geschwindigkeit angezeigt, sagte der Ministeriumssprecher. Das sei ein Quote von etwa 2,7 Prozent der kontrollierten Autofahrer. Beim «Blitz-Marathon» in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Juni fuhren rund vier Prozent der kontrollierten Autofahrer zu schnell.

Spitzenreiter in NRW sei bis Donnerstagabend ein Autofahrer in Düsseldorf gewesen, der mit Tempo 109 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde erwischt wurde, sagte der Ministeriumssprecher weiter. In Gütersloh wurden drei Raser gestoppt, die mehr als 100 Sachen fuhren, wo nur Tempo 50 erlaubt ist. Im Kreis Recklinghausen erwischte die Polizei fünf Fahrer innerhalb von Ortschaften mit mehr als 90 Stundenkilometern auf dem Tacho. Die Folgen waren Verwarnungsgelder, Strafpunkte und Fahrverbote.

Die verstärkte Kontrolle von Tempolimits war groß angekündigt worden. Die Innenministerkonferenz hatte die bundesweite Aktion im Mai beschlossen. Alle 16 Bundesländer und Stadtstaaten beteiligten sich.