Positionen im Tarifstreit um öffentlichen Dienst weit auseinander

Im Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst ist kein schneller Durchbruch absehbar. Noch gebe es kein Lohnangebot, über das ernsthaft verhandelt werden könnte, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, in Potsdam.

Positionen im Tarifstreit um öffentlichen Dienst weit auseinander
Patrick Seeger Positionen im Tarifstreit um öffentlichen Dienst weit auseinander

Begleitet von lautstarken Protesten von Beschäftigten trafen dort Arbeitgeber und Gewerkschaften zur zweiten Verhandlungsrunde zusammen. 

Dem Staat sei es wegen Milliardenüberschüssen finanziell noch nie so gut gegangen wie im vergangenen Jahr, sagte Bsirske. Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, entgegnete:  «Ganz vielen Kommunen geht es richtig schlecht, auf die müssen wir Rücksicht nehmen.» Er sei «skeptisch», dass es in Potsdam nun ein Ergebnis geben werde. Der Verhandlungsführer des Beamtenbunds dbb, Willi Russ, drohte mit einer erheblichen Ausweitung der jüngsten Warnstreiks.

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn für die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Auszubildende sollten übernommen, Befristungen ohne Sachgrund für die Zukunft ausgeschlossen werden.