Post auf dem Wasserweg für den Spreewald

Postbotin Andrea Bunar (45) ist in den nächsten Monaten wieder auf einem Kahn im Spreewald unterwegs. Am Mittwoch holte sie ihr Dienstfahrzeug für die Frühjahrs- und Sommersaison zur ersten Tour aus dem Bootshaus.

Post auf dem Wasserweg für den Spreewald
Patrick Pleul Post auf dem Wasserweg für den Spreewald

Bis in den Oktober hinein wird sie den Einwohnern des brandenburgischen Spreewalddorfs Lehde Briefe, Postkarten und Pakete bringen. Täglich ist Bunar etwa acht Kilometer auf dem Fluss unterwegs. «Meine Kahntour ist sehr idyllisch. Ich sehe oft Rehe und Libellen, manchmal sogar Ringelnattern.»

Seit 119 Jahren gibt es im Spreewald diese Tradition, erklärte eine Postsprecherin. Bunar beliefert in ihrem neun Meter langen Aluminiumkahn 65 Haushalte, die Briefkästen stehen in Ufernähe. Mit einer Stange bewegt sie ihren gelben Kahn durch die engen Fließe. Im Winter bleibt der Kahn im Bootshaus, da trägt Bunar ihre Post mithilfe eines Autos aus.