«Praemium Imperiale» für Wolfgang Laib

Die japanische Prinzessin Hitachi hat dem deutschen Bildhauer und Konzeptkünstler Wolfgang Laib (65) am Mittwoch in Tokio den wichtigsten internationalen Kunstpreis, den japanischen «Praemium Imperiale», verliehen.

«Praemium Imperiale» für Wolfgang Laib
Franck Robichon «Praemium Imperiale» für Wolfgang Laib

Weitere Preisträger sind der japanische Maler und Popkünstler Tadanori Yokoo, der französische Architekt Dominique Perrault, die Pianistin Mitsuko Uchida, die zu der Verleihungszeremonie nicht erscheinen konnte, und die französische Tänzerin Sylvie Guillem. Die Auszeichnung, gestiftet von der Japanischen Kunst-Vereinigung (Japanese Art Association), ist für jeden Preisträger mit umgerechnet 112 500 Euro dotiert.

Mit seinen Arbeiten, für die er oft organische Stoffe wie Blütenstaub, Reis oder Milch verwendet, habe Laib jenseits von Moden und Trends wesentlichen Menschheitsfragen nachgespürt, hieß es zur Begründung von der Jury. In einer emotionalen Rede zeigte sich Laib als Vertreter der Preisträger tief dankbar für die Ehre. Es gebe in der westlichen Sprache «kein Wort», das seine «tiefe Freude» zum Ausdruck bringen könne. Wolfgang Laib lebt und arbeitet in Hochdorf an der Riß bei Biberach (Baden-Württemberg) sowie in New York und in Indien.