Promis lesen beim bundesweiten Vorlesetag

Vorlesestunde mit Musiker Bosse und «Zeit»-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: Mehr als 80 000 Ehrenamtliche, darunter viele Prominente, haben sich am Freitag am 10. bundesweiten Vorlesetag beteiligt.

Promis lesen beim bundesweiten Vorlesetag
Pauline Willrodt Promis lesen beim bundesweiten Vorlesetag

«Seitdem ich eine Tochter habe, lese ich vor. Jeden Abend geht dann unsere Geschichte in einer Parallelwelt weiter. Das finden wir beide Top. In der Regel bin ich der erste, der einschläft», sagte der Sänger Bosse, der in der Hamburger Grundschule Sternschanze vorlas. Mit der Initiative wollen die Wochenzeitung «Die Zeit», die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Lesekompetenz fördern und Bildungschancen eröffnen.

In Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Redaktionsräumen, sogar in Zügen und in der Fußgängerzone lasen die Ehrenamtlichen aus ihren Lieblingsgeschichten vor. «Heute lesen fast genauso viele Menschen vor, wie an allen neun vorherigen Vorlesetagen zusammen», sagte Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. «Dies ist ein toller Erfolg, der das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern widerspiegelt. Hieran müssen wir anknüpfen und dafür sorgen, dass Vorlesen ein fester Bestandteil im Alltag wird – und zwar an 365 Tagen im Jahr.»

Auch Moderator Markus Lanz, der dieses Jahr zum ersten Mal dabei war, ist überzeugt von der Wirkung des Vorlesens: «In unserer digitalen und schnelllebigen Zeit vergisst man häufig, dass es nicht viel braucht, um Kinder zu begeistern und ihre Fantasie anzuregen: eine gute Geschichte und jemanden, der sie ihnen vorliest.»