Proteste gegen NPD-Treffen in Niedersachsen und Brandenburg

Die rechtsextreme NPD stößt auf Protest. In Brandenburg erstickten Gegendemonstranten NPD-Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte im Keim. Im niedersächsischen Bad Nenndorf verhinderte ein Bürgerbündnis einen Aufmarsch der Rechten zu einem früheren britischen Militärgefängnis.

Proteste gegen NPD-Treffen in Niedersachsen und Brandenburg
Matthias Balk Proteste gegen NPD-Treffen in Niedersachsen und Brandenburg

Historisch belegte Übergriffe dort - unter anderem auf Wehrmachtssoldaten - nehmen die Rechten immer wieder zum Anlass, um NS-Verbrechen zu relativieren.

In Eisenhüttenstadt war ein NPD-Aufmarsch beendet, bevor er das Ziel - die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge - erreicht hatte. Die Polizei löste die Versammlung auf, weil einige der etwa 20 Teilnehmer gefährliche Gegenstände bei sich hatten, so die Polizei. Vor einem Wohnheim für Asylbewerber in Fürstenwalde protestierten laut Veranstalter etwa 80 Menschen gegen die «menschenverachtende Stimmungsmache gegen Geflüchtete».

Wie am Samstag bekanntwurde, ist in der brandenburgischen Zentralen Aufnahmestelle am 26. Juli ein Flüchtlings-Ehepaar von Islamisten angegriffen und verletzt worden. Anlass dafür war nach einem Bericht des Magazins «Focus» angeblich unsittliches Verhalten des Paares. Brandenburgs Innenministerium bestätigte den Vorfall. Laut «Focus» hat der 38-Jährige Anführer der Angreifer schon mehrfach «traditionelle Werte» des Islam im Heim durchgesetzt.